Modell eines Gehirns zur Krankheitserklärung

Parkinson’sche Krankheit und andere Bewegungsstörungen

Die typischen Beschwerden der Parkinson´schen Erkrankung sind Muskelsteifigkeit (Rigor), Zittern (Tremor) und Bewegungsverlangsamung (Akinese oder Hypokinese). Treten diese auf muss durch eine ausführliche Untersuchung geklärt werden, ob es sich um eine Parkinson Krankheit im engeren Sinne handelt (sog. Idiopathisches Parkinson Syndrom oder Morbus Parkinson) oder eine ihrer Varianten handelt. Im Einzelfall kann das Zittern (sog. Tremor-Dominanz Typ) oder die Steifigkeit (sog. akinetisch-rigider Typ) im Vordergrund stehen. Beim Morbus Parkinson können im Verlauf weitere Symptome wie Gang- und Standunsicherheit, Depressionen, Störungen der Blutdruck- oder Temperaturregulation oder Gedächtnisstörungen hinzukommen.

Betroffen sind in der Regel ältere Menschen, nur sehr selten treten erste Symptome vor dem 40. Lebensjahr auf. Die Erkrankung geht auf eine vorzeitige Alterung umschriebener Hirnareale zurück, die für die Bewegungskontrolle von großer Bedeutung sind (sog. Neurodegenerative Erkrankung). Die Ursachen sind komplex und bis heute nur zum Teil geklärt, bei einigen Formen spielen genetische Faktoren eine Rolle.

Was tun wir bei einer Parkinson Erkrankung?

In einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen und ggf. mit Ihren Angehörigen klären wir ihre Beschwerden. Das wichtigste ist die neurologische Untersuchung, die Ihre Symptome nachweisen kann. Wichtig ist es, mögliche andere Ursachen für die Bewegungsstörung frühzeitig zu erkennen. Man spricht dann von einem symptomatischen Parkinson-Syndrom, weil die Beschwerden ähnlich, aber die Ursachen andere als die o.g. sind. Dies sollte unbedingt und möglichst in der Frühphase durch entsprechende technische Untersuchungen (Kernspintomographie, EEG, etc.) und gezielte Laboruntersuchungen geklärt werden. Unter Umständen ergibt sich dann ein völlig anderes therapeutisches Vorgehen.

Therapie einer Parkinson Erkrankung

Die Parkinson Erkrankung ist in der Regel recht gut medikamentös behandelbar, wenngleich der progressive Verlauf nicht gänzlich aufzuhalten ist. Heute stehen äußerst wirksame und gut verträgliche Medikamente zur Verfügung, die allerdings sehr individuell ausgewählt und dosiert werden müssen. Im Verlauf ist die kontinuierliche ärztliche Begleitung der Therapie ratsam. Sehr wichtig ist von Anfang an die gezielte Physiotherapie und Sportmedizin. Je nach Bedarf sollten auch weitere Therapieverfahren eingesetzt werden, z.B. Logopädie oder Ergotherapie.