Modell eines Gehirns zur Krankheitserklärung

Depression

Jeder kennt das Gefühl von Trauer und Niedergeschlagenheit. Das gehört zum menschlichen Erleben genauso wie Freude und Glück. Aber wann wird daraus die Erkrankung Depression?

Darauf kann der 2-Fragen-Test hinweisen:

1. „Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?“
2. „Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?“

Wenn Sie beide Fragen mit „ja" beantworten, sollten Sie sich an einen psychiatrischen Facharzt wenden. Hier besprechen Sie, ob es sich nur um eine vorübergehende Niedergeschlagenheit handelt oder eine behandlungsbedürftige Depression. Das ist eine psychische Erkrankung, die sich in einer Vielzahl von Beschwerden zeigen kann: vor allem anhaltend gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Verlust von Interessen. Dazu können Grübelneigung, Zukunftsängste, mangelndes Selbstvertrauen, gestörte Konzentration und eine Vielzahl von körperlichen Symptomen, z. B. Schlaflosigkeit, Appetitstörungen, Schmerzen, kommen. Die Mehrzahl der Erkrankten haben sogar mehr oder weniger ausgeprägte Gedanken, sich selbst zu töten.

Woher kommt eine Depression?

Die Ursache für eine Depression gibt es nicht. Einschneidende Lebensereignisse, bestimmte Persönlichkeitsfaktoren, langanhaltende Überbelastung oder Stress können eine Depression auslösen. Studien belegen, dass Erbfaktoren eine Rolle bei der Entstehung spielen können. Darüber hinaus weiß man mittlerweile, dass bestimmte Nervenbotenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, einen großen Einfluss auf die Entstehung einer Depression haben. Auch bestimmte Medikamente und körperliche Erkrankungen können eine Depression verursachen. Häufig sind andere psychische Erkrankungen (ADHS, Schizophrenie, Essstörungen, Zwangsstörungen, Angststörungen, Suchterkrankungen, Demenz) mit Depressionen vergesellschaftet.

Wie wird eine Depression behandelt?

Meist kann eine Depression gut behandelt werden. Am Anfang steht immer eine Aufklärung. Das wirkt in vielen Fällen schon entlastend. Die Hauptsäulen der Behandlung sind Psychotherapie und Antidepressiva. Ergänzend kommen Entspannungsverfahren, Ergo- und Sporttherapie hinzu. Je nach Art und Schwere der Depression, den Beeinträchtigungen und den persönlichen Vorlieben wird gemeinsam entschieden, welche Therapieansätze für Ihren Behandlungsplan ausgewählt und kombiniert werden.

Depression ist eine Erkrankung. Sie kann jeden treffen unabhängig vom Alter oder Geschlecht. Das Wichtigste ist der Gang zum Facharzt in München, der mit viel psychiatrischen Wissen und Erfahrung schnell eine Diagnose stellt und therapiert.