Modell eines Gehirns zur Krankheitserklärung

Schlaganfall / Gefäßerkrankungen der Gehirngefäße

Ein Schlaganfall äußert sich durch plötzlich einsetzende neurologische Beschwerden in Form von Sehstörungen (Doppelbilder, halbseitige Sehminderungen), Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Schwindel oder Taubheiten/Kribbeln. Die Behandlung eines akuten Schlaganfalls sollte SOFORT und IM KRANKENHAUS erfolgen. In der Notaufnahme wird (wenn Sie innerhalb eines bestimmten Zeitfensters kommen (i.d.R.4,5 Stunden nach Symptombeginn) im Falle eines Schlaganfalls in der Regel eine medikamentöse, gerinnselauflösende Therapie oder ein Kathetereingriff vorgenommen. Danach werden Sie im Krankenhaus durch Ärzte überwacht und betreut und oftmals in die Rehabilitation geschickt.

Welche Untersuchungen werden bei Schlaganfall durchgeführt?

Manchmal erfolgt die Diagnose auch ambulant, wenn z.B. die Beschwerden so gering sind oder vorübergehend, dass der Patient nicht das Krankenhaus aufgesucht hat. Hier können wir natürlich auch ambulant die notwendige Diagnostik veranlassen. Hierzu gehören: eine Kernspintomographie des Gehirns, ein Ultraschall der Halsgefäße und eine Vorstellung beim Kardiologen. Der Kardiologe untersucht, ob es Quellen für mögliche Gerinnsel am Herzen gibt (z.B. durch Vorhofflimmern oder andere Herzerkrankungen).

Therapie nach einem Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall sollten Sie regelmäßig neurologisch betreut werden, um zu sehen, wie Ihre Fortschritte sind, zur Kontrolle von Einengungen der Halsschlagader (Ultraschall), zur Verschreibung der Medikamente und zur Überprüfung der Risikofaktoren, um weitere Schlaganfälle bestmöglich zu verhindern. Eine oftmals nach einem schweren Schlaganfall auftretenden Spastik des Armes/Beines behandeln wir durch Injektionen mit Botulinumtoxin, gerne auch bei Ihnen zuhause.

Sollten Sie bleibende Ausfälle nach einem Schlaganfall haben, benötigen Sie regelmäßig Physiotherapie, Ergotherapie und ggf. Logotherapie (Sprachtherapie). Bei neuropsychologischen Ausfällen oder Problemen (Wahrnehmungsstörungen einer Körperhälfte, Sehstörungen, Gedächtnis/Aufmerksamkeitsprobleme) sollte die neuropsychologische Therapie, die vermutlich in der Reha oder schon im Krankenhaus begonnen wurde, unbedingt ambulant fortgesetzt werden. Insbesondere Patienten, die Schlaganfälle erlitten haben, die durch Risikofaktoren (mit) bedingt sind (Übergewicht, Rauchen, Bewegungsarmut etc.), sollten unbedingt Ihren Lebensstil verändern und beginnen Sport zu treiben, sich gesund zu ernähren und abzunehmen. Wir als Experten für Gefäßerkrankungen in München können Sie hierbei unterstützen.

Achtung: Ihre Sehleistung ist plötzlich eingeschränkt? Sie haben Lähmungserscheinungen, Schwindel oder Sprachstörungen? Rufen Sie (auch wenn die Beschwerden nur vorübergehend waren!) sofort den Notarzt (Tel: 19222).