Modell eines Gehirns zur Krankheitserklärung

Gedächtnisstörungen, Demenz und Konzentrationsstörungen

Viele Menschen leiden unter Gedächtnisstörungen und fürchten eine Demenzerkrankung. Und obwohl die Zahl der Demenzerkrankungen entsprechend dem ansteigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung in Deutschland steigt, hat natürlich nicht jeder, der das Gefühl hat, vieles zu vergessen, eine Demenz / Alzheimer. Auch seelische Überlastung und Stress, Depressionen, Vitaminmangelzustände oder andere neurologische/psychiatrische Erkrankungen können Gedächtnisprobleme und Konzentrationsstörungen verursachen. Sollten Gedächtnisstörungen anhaltend sein oder plötzlich aufgetreten sein, Sie sehr beunruhigt sind oder andere Beschwerden hinzukommen, ist eine neurologische und ggf. neuropsychologische Untersuchung anzuraten.

Was tun wir Neurologen bei Gedächtnisstörungen bzw. Demenz?

Neben einem ausführlichen Gespräch findet eine neurologische Untersuchung statt. Wenn es notwendig ist, werden weitere Untersuchungen veranlasst (z.B. ein Kernspin vom Kopf, eine Untersuchung der Hirnströme (Elektroencephalogramm), Laboruntersuchungen und ein Demenztest. Eine ausführliche neuropsychologische Testung kann genauer unterscheiden, ob, wie schwerwiegend und wo Probleme vorliegen. Manchmal ist auch eine Nervenwasseruntersuchung (Liquorpunktion) hilfreich, um eine abschließende Diagnose zu stellen. Anschließend findet eine ausführliche Besprechung der Befunde und der Diagnose sowie der Therapieoptionen statt. Falls eine Demenz diagnostiziert wird ist die Gabe eines sogenannten „Antidementivums“, einem Medikament, welches die Lebensqualität verbessert und ggf. das Fortschreiten der Demenz verlangsamt, sinnvoll.

Vorbeugung einer Alzheimer Demenz - das können Sie beitragen

Da eine richtige Demenz heutzutage leider immer noch nicht heilbar ist, ist besonders wichtig zu wissen, dass Prävention die einzige Möglichkeit ist, sein Erkrankungsrisiko zu verringern. Es ist mittlerweile bekannt, dass sowohl die klassische Alzheimer Demenz als auch andere Demenzformen auch mit den sogenannten kardiovaskulären Risikofaktoren zusammenhängen (also Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Bewegungsmangel, Rauchen, Schlafapnoesyndrom und erhöhte Blutfette).

Hier können Sie viel tun: Gewichtsabnahme (falls Sie im übergewichtigen Bereich sind), Sport, Einstellung eines erhöhten Blutdrucks, gesunde Ernährung etc. verbessern Ihre Chancen, geistig fit ins Alter zu gehen. Hier können wir Sie beraten und mit Ihnen gemeinsam Lebensstilveränderungen besprechen. Neben einem allgemeinen Fitness Check-up (sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung) und Erstellung eines angepassten Trainingsplanes können wir auch Ihre Risikofaktoren überprüfen (incl. LZ-Blutdruckmessung und dem sogenannten Schlafapnoescreening, also einer Überprüfung, ob sie nachts unter Phasen verminderter Sauerstoffzufuhr durch Schnarchen leiden). Wenn Sie unter Adipositas leiden ist eine zusätzlich eine Ernährungsberatung sinnvoll sein.

Für Patienten mit bestehenden kognitiven Beschwerden (Diagnose: Leichte kognitive Störung/“Mild cognitive impairment“ oder leichte Demenz) können wir regelmäßige kombinierte Programme anbieten, bei denen sie hier eine Kombination aus neuropsychologischer Therapie, Ernährungsberatung und Sportprogramm erhalten.